Tristory

Triathlon Podcast


#23 Mike Schifferle, Ex-Profi, Agegrouper, Coach – Mit gemischten Gefühlen nach Hawaii                        

Der Zieleinlauf auf Hawaii – ein besonderer Moment in der Karriere eines Triathleten. Foto: ZVG Mike Schifferle

«MAN VERGLEICHT JA IMMER MIT FRÜHER, DAS MUSS ICH AUSBLENDEN»

Mike Schifferle nennt Hawaii sein zweites Zuhause. Am 9. Oktober 2022 geht der Luzerner zum 10. Mal bei der IRONMAN Weltmeisterschaft an den Start, und auch zwischendurch hat er die Insel immer wieder mal besucht. Die Vorfreude ist gross, doch zum ersten Mal reist er mit einer grossen Ungewissheit an und hat schon im Vorfeld einige Kritikpunkte im Gepäck.

Die Preise auf der Insel sind während der Ironman-Phase explodiert. Es gibt sogar Profis, die sich den Start nicht mehr leisten können oder wollen.

«Da wollte niemand mehr nach Hawaii, das wäre früher unvorstellbar gewesen.»

Mike Schifferle

Das Rennen wurde gesprengt – und auf zwei Tage aufgeteilt. Der kleine, beschauliche Ort Kona auf Big Island muss noch einmal mehr Menschen verkraften und könnte aus allen Nähten platzen. «Ich kann mir nicht vorstellen, wie man das organisatorisch macht», sagt Mike Schifferle vor seiner Abreise. Er fliegt mit der Schweizer Airline Edelweiss über Las Vegas, das scheint ihm sicherer, denn das Bike darf nicht irgendwo hängen bleiben. Auch die Anreise ist in den heutigen Zeiten zur Herausforderung geworden.

FAST 20 000 DOLLAR FÜR 14 TAGE

Mike Schifferle, der 2019 an der WM auf Hawaii der drittbeste Schweizer hinter den Profis Philipp Koutny und Jan van Berkel war, und jetzt auf Big Island seinen 98 (!!) Ironman absolvieren wird, erzählt, was er von den neuesten Entwicklungen hält, wie er die Reise und seine Unterkunft nahe beim Start organisiert hat und ob er zu denjenigen gehört, die fast 20 000 Franken für 14 Tage auf Big Island zahlen müssen und können …

«DA WOLLTE NIEMAND MEHR NACH HAWAII»

Mike Schifferle findet es schade, dass die Felder auf diese Weise auch sportlich verwässert werden, denn am letzten IRONMAN (in Schweden) vor der WM, an dem man sich für Hawaii qualifizieren konnte, seien die Qualifikationsplätze nur sehr zäh angenommen worden, habe er gehört. «Da wollte niemand mehr nach Hawaii, das wäre früher unvorstellbar gewesen», sagt er. Für 2023 ist er bereits qualifiziert, ob Hawaii ihn dann noch reizt – er weiss es nicht.

Ein sehr interessantes Gespräch mit einem der erfolgreichsten Triathleten der Schweiz und einem einmaligen Hawaii-Experten.

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