
«DANN KÖNNEN NEUE KNOTEN PLATZEN»
Triathlon und Krafttraining?
Sogar Maximalkrafttraining mit schweren Gewichten?
Reicht nicht Stabi-Training?
Ist Stabi-Training überhaupt Krafttraining?
Der Kraftraum – für viele Triathleten unbekanntes Territorium. Die Langhantel – für viele Triathleten immer noch ein Fremdkörper. Dabei ist fast nichts so wirkungsvoll wie ein strukturiertes Krafttraining – zur Leistungssteigerung, zur Verbesserung der Bewegungsökonomie und zur Verletzungsprophylaxe.
«Krafttraining bereitet die körperlichen Strukturen auf Belastungen vor, das ist für mich ein zentraler Punkt.» Das sagt Tim Bartenstein (31) aus Uster, Master in Bewegungswissenschaften und Sport an der ETH in Zürich, ehemaliger Leistungsdiagnostiker an der Schulthess Klinik (Swiss Olympic Medical Center) und Sportlehrer sowie Stürmer der 1.-Liga-Unihockey-Mannschaft UHC Pfannenstiel. Er ist Experte für Krafttraining und Coach von Sportlern aus unterschiedlichen Sportarten, darunter auch Ausdauersportler wie Triathleten und Velofahrer. Das Feedback von Athletenseite auf die Arbeit im Kraftraum ist unisono positiv: Zum Teil massive Leistungssteigerungen und -sprünge sind die Folge von gezielter, strukturierter und konsistenter Arbeit im Kraftraum.
KRAFTTRAINING GEHT AUF DIE NERVEN
So wertvoll Krafttraining ist, es gehört – zumindest am Anfang – in die Hand von Experten. «Um Triathleten zu überzeugen, ist es das Beste, wenn sie den Fortschritt selbst spüren», so Tim Bartenstein. «Und dann können neue Knoten platzen.»
«Krafttraining steigert das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl – das ist nicht zu unterschätzen.»
Tim Bartenstein
Im Gespräch mit Tim Bartenstein geht’s auch darum, ob im Triathlon Maximalkrafttraining angesagt ist. Die Antwort mag erstaunen. Und warum Krafttraining im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven geht. Und was ist eigentlich mit plyometrischen Übungen wie zum Beispiel Sprüngen?
Und dann ist da noch die mentale Komponente: «Krafttraining steigert das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl – das ist nicht zu unterschätzen», so Tim Bartenstein.
Hier gehts zum Podcast auf Spotify:
https://open.spotify.com/episode/4pbWG2fUHqFall6v9ZdT6m?si=261f71876e194b63