
«ES IST SCHLICHT UND ERGREIFEND EIN PR-DESASTER»
Faris Al-Sultan (44) gehört zu den ganz wenigen Gesprächspartnern, die man nicht vorstellen muss. Der Hawaii-Sieger 2005 hat auf Big Island vielfach Geschichte geschrieben – auch als Coach: Sein damaliger Athlet Patrick Lange wurde 2017 und 2018 Weltmeister.
Der Münchner Faris Al Sultan war später unter anderem Bundestrainer der DTU, arbeitet nach wie vor als Coach mit diversen weiteren Engagements, zum Beispiel bei Hannes Hawaii.
KEINE MÄNNER 2023
Es geht in dieser Episode um die aktuelle Entscheidung von IRONMAN, die WM in HAWAII zu fragmentieren. Das Frauen- und das Männerrennen soll ab 2023 abwechslungsweise auf der Insel stattfinden. Das heisst 2023 keine Männer auf Hawaii – alle, die schon gebucht und gezahlt haben, können stornieren (fast 800 sind ja bereits qualifiziert). Bedeutet das den Absturz des Mythos HAWAII, das Ende der ganz grossen Magie?
«Wir überfallen die Insel, richten zwei Wochen Chaos an, aber wir lassen ja auch etwas da – und das nicht wenig.»
Faris al-sultan
Kann es überhaupt noch eine weiche Landung geben?
Eine Entscheidung, die die Triathlon-Community in eine kollektive Depression gestürzt hat. Auch weil sie von IRONMAN nicht schlüssig, nicht überzeugend und schon gar nicht mit sportlichen Argumenten begründet wird.
«WIR ÜBERFALLEN DIE INSEL»
Faris Al-Sultan deckt in diesem Gespräch die Schwächen von IRONMAN auf, insbesondere eine ungeschickte Kommunikation, übt konstruktive Kritik und hat eine klare Vorstellung von der Zukunft des Triathlons.
Natürlich sieht er die scheinbar verfahrene Situation auch von beiden Seiten, denn «wir überfallen die Insel, richten zwei Wochen Chaos an, aber wir lassen ja auch etwas da – und das nicht wenig.»
Das Gespräch führt zu etwas mehr Klarheit, zu einem Zeitpunkt, der für IRONMAN und den Triathlon kritisch ist. Eine Bruchlandung des Mythos Hawaii könnte unabsehbare Folgen haben.
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