
«IM COACHING KÖNNEN WIR MIT MYTHEN NICHTS ANFANGEN»
Triathlon wurde 2022 geprägt von rasanten Entwicklungen.
Die junge Generation stürmte die Podeste. Der Altersdurchschnitt der Top 3 an der IRONMAN-WM auf Hawaii betrug 2022 lediglich 25 Jahre, 2019 waren es noch 37 Jahre!
- Was ist also mit dem traditionellen Dogma der Sportwissenschaft passiert, dass eine Weltklasseleistung im Ausdauersport über zehn Jahre aufgebaut werden muss?
- Und warum kann ein Athlet wie der Norweger Kristian Blummenfelt innerhalb von nur einem Monat problemlos von der Lang- zur Mittel- zur Kurzdistanz auf höchstem Niveau switchen? Ist die Spezialisierung obsolet und damit ein weiteres Dogma irrelevant?
- Haben die Norweger um den Coach Olav Aleksander Bu das Training revolutioniert?
- Oder servieren sie uns vielleicht doch nur alten Wein in neuen Schläuchen?
- Und was hat es mit den ständigen Laktatmessungen der Norweger auf sich?
- Erleben wir eine Zeitenwende und wenn ja, warum?
HIERACHIE HAT NICHTS MIT
SPORTWISSENSCHAFT ZU TUN
Mit Reto Brändli (48) von Training&Diagnostics, einer der wenigen Top-Coaches in der Schweiz, habe ich über diese und noch viel mehr aktuelle Fragen gesprochen. Der Trainer von Top-Profis, hat sehr spannende, ja erstaunliche Antworten gefunden.
« … Warum nicht die Blütephase nutzen, um
Reto Brändli
Top-Ausdauerleistungen zu erzielen?»
Mit Dogmen und Mythen jedenfalls kann er als Coach nichts anfangen, und zieht Parallelen mit dem Radsport: «Hier kamst du als junger Athlet in ein Profiteam, musstest fünf Jahre die Arbeit für die Älteren machen, das war die Hierachie, aber mit Sportwissenschaft hat das nichts zu tun. … Warum nicht die Blütephase nutzen, um Top-Ausdauerleistungen zu erzielen?»
Im Gespräch analysiert Reto Brändli brillant nicht nur die aktuellen Zeiten, sondern gibt auch Aussicht auf eine äussert spannende Zukunft.
Hier gehts zum Spotify-Podcast mit Reto Brändli: