
«MAN MUSS AUS DEN STARREN STRUKTUREN AUSBRECHEN»
Es sollte ein Gespräch mit der Weltklasse-Triathletin Anne Reischmann und ihrem Coach Reto Brändli wie aus dem Lehrbuch werden. Wie plant ein Profi die Wettkampfsaison? Doch Planung im Triathlon-Jahr 2024 muss neu definiert werden.
Da die PTO (Professional Triathlon Organisation), einer der wichtigsten Player im Triathlon, den Rennkalender 2024 erst am 30. Januar preisgibt, können die weltbesten Profis und ihre Coaches noch keine sinnvolle Wettkampfplanung durchführen. Ihre Terminkalender werden wohl erst im Februar stehen – bei laufender Saison.
Wie gehen Anne Reischmann und ihr Coach Reto Brändli mit der langen Ungewissheit um?
«Ich weiss nicht, wo ich starte, aber ich weiss, dass ich starten werde.»
Anne reischmann
Ein Höhepunkt ist mit der IRONMAN WM in Nizza 2024 am 22.9.2024 zwar gesetzt – doch alle anderen Wettkämpfe der Saison sind Ende Januar immer noch nicht terminierbar. Und auch wenn Ende Januar der PTO-Kalender publik wird, weiss Anne Reischmann (PTO 24) nicht, ob sie – bedingt durch den Modus – an den Rennen, die über den ganzen Globus verteilt sind, starten kann.
REISEN IM 1. QUARTAL SIND UNKLAR
So schwierig wie dieses Jahr, sei eine Wettkampfplanung für die Athleten und Coaches noch nie gewesen. Das sei sehr aussergewöhnlich, so Reto Brändli, Annes Coach. Beide haben einerseits konkrete Vorstellungen, wie die Saison ablaufen könnte, andererseits wissen sie nicht, wohin sie die Reisen im ersten Quartal führen werden.
«Momentan verändert sich so viel», sagt Reto Brändli, «und das ist auch faszinierend. Man muss aus den starren Strukturen ausbrechen.» Auch Anne Reischmann sieht die Situation nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Gelassenheit: «Ich weiss nicht, wo ich starte, aber ich weiss, dass ich starten werde.»
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