Immer weiter: Marcus Herbst. Foto: ZVG M. Herbst

«ES IST ANSTRENGEND, FÜNF STUNDEN ALLEIN UNTERWEGS ZU SEIN. ABER IN GEWISSER WEISE IST DAS PURER GENUSS»

Marcus Herbst (35), Triathlon-Profi aus Leipzig, wurde vom Schicksal heftig herausgefordert, schon als Kind. Er ist daran gewachsen und mental stärker geworden. Seit diesem Jahr arbeitet er als Coach auch in der Schweiz mit Martin Kasten (Folge 63) zusammen.

Als Kind wurde Marcus Herbst, ein ehemaliger Kurzdistanzler, wegen seinem Körpergewicht gehänselt, und bei einem Unfall verlor er das linke Augenlicht. Vor dem IRONMAN Texas 2023, bei seiner letzten Radausfahrt vor dem Rennen, hätte ihn eine schlimme Kollision mit einem Auto und eine Eisenstange, die seinen Schädel zertrümmerte, fast das Leben gekostet.

DAS ZIEL BLEIBT HAWAII

Doch Marcus Herbst ist nicht zu stoppen, sein grosses sportliches Ziel bleibt die Weltmeisterschaft auf Hawaii 2026.

Er ist eine lange Reise angetreten auf einem zunächst holprigen Weg zurück ins Profigeschäft. Marcus Herbst, mittlerweile Vater geworden, hat nach seinem Unfall spezielle Erfahrungen gemacht und neue Erkenntnisse gesammelt, zum Beispiel über den Profi-Triathlon und seine Kollegen. Und er nimmt sich nicht aus, er reflektiert seine (früheren) Verhaltensweisen.

Ich spreche mit ihm unter anderem darüber,

– wie er das Unfalltrauma körperlich verarbeitet hat,

– woher er die Kraft nimmt, weiterzumachen,

– was ihn antreibt,

– ob es Momente gab, in denen er aufgeben wollte,

– ob er mentales Training praktiziert

– was er anders macht als andere Profis, – warum sein eigener Podcast Aloha Kalle heisst.

Und warum es ihm nichts ausmacht, vorwiegend ganz allein zu trainieren. Wohl, das sei verraten, weil es ihn stärker macht: «Es ist anstrengend fünf Stunden allein unterwegs zu sein. Aber in gewisser Weise ist das ein purer Genuss», beschreibt er den mentalen Aspekt seiner Trainings.

Hier gehts zum Podcast mit Marcus Herbst:

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